
VerKaufsPraktikum
Die Inhalte dieser Homepage sind ausschließlich für den Unterricht an der LBS Hartberg gedacht!
PUTZE
Man unterscheidet Putze zwischen Innen- und Außenputzen.
Innenputze
Allgemeines
In Räumen dient der Wand- und Deckenputz als ebene Oberfläche für Malerarbeiten, Fliesen, Tapeten usw. sofern er nicht selbst z.B als Rauputz dekorative Aufgaben übernimmt. Weiters soll der Innenputz eine angenehme Wohn-Atmosphäre schaffen, indem er mithilft die Raumluftfeuchtigkeit zu regulieren.
Putzgrund
Auf die Auswahl des Putzmaterials und vor allem auf die Art der Verarbeitung hat insbesondere der Putzgrund maßgebenden Einfluss.
Dieser soll:
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ebenflächig,
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fest,
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tragfähig,
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formstabil,
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sauber,
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trocken,
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frei von Verunreinigungen,
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homogen,
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gleichmäßig saugen,
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nicht wasserabweisend,
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frei von schädlichen Ausblühungen und
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frostfrei (über 5° C warm) sein.
Vor dem Beginn der Putzarbeiten sollen sämtliche Installationsarbeiten abgeschlossen und die Fensterbretter versetzt sein.
Putzarten
Im Innenbereich (Wohnräumen) werden folgende Putzarten eingesetzt:
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Kalk-Zementputze
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Kalkputze
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Gipsputze
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Gips-Kalkputz, Kalk-Gipsputz
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Lehmputze
Weiters unterscheidet man bei den Putzen zwischen:
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handverarbeitende (mit der Hand aufgebrachte) Putze
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maschinenverarbeitende (mit Putzmaschinen aufgebrachte) Putze
Kalk-Zement:
Der KZP ist ein Wand- und Deckenputz mit einer hohen Festigkeit und Abriebfestigkeit, der insbesondere in Feuchträumen wie Badezimmer, Küche, Waschküche, Keller, Garage, aber auch im Treppenhaus eingesetzt wird.
Kalkputz
Kalkputz wurde lange Zeit nur in denkmalgeschützten Gebäuden eingesetzt. Im Zuge des Trends zum biologischen Bauen kommt der Kalkputz bei den privaten Hausbauern heute wieder verstärkt zum Einsatz. Früher wurde der Kalkputz auf der Baustelle gemischt. Heute wird meist nur mehr Werkfertigmörtel bzw. Werktrockenmörtel verwendet. Diese werden mit Maschinenputzgeräten gleichmäßig, mindesten 15 mm dick, auf Wände und Decken aufgetragen, geebnet, abgezogen und nach dem Ansteifen fein verrieben.
Gipsputz
Gipsputz eignet sich als Wand- und Deckenputz für sämtliche Innenräume, die nicht einer dauernden Feuchtigkeitseinwirkung ausgesetzt sind. Gipsputz kann die Luftfeuchtigkeit, die sich auf seiner Oberfläche niederschlägt, in großem Maße aufnehmen und wieder abgeben. Nur gegen Spritzwasser und sehr hohe, andauernde Luftfeuchtigkeit ist Gipsputz empfindlich.
Gips-Kalkputz bzw. Kalk-Gipsputz
Der Gips-Kalkputz wird heute als Werktrockenmörtel mit Maschineputzgeräten verarbeitet. Die Konsistenz wird vom Verarbeiter so eingestellt, dass der Putz eine sehr gute Standfestigkeit hat, sich aber noch gut verarbeiten lässt.
Gipsputze und Gips-Kalkputze sind Einlagenputze. Die Putzdicke soll 10 mm betragen. Sind wegen großer Unebenheiten mehrere Putzlagen erforderlich, muss man die untere Lage vor dem Erhärten aufrauen. Gipsputzflächen, auf die Fliesen geklebt werden, dürfen nicht geglättet werden.
Gips-Kalkputze sind dampfdiffusionsoffen, sie regeln gut den Feuchtehaushalt, d.h. sie nehmen bei hoher Luftfeuchtigkeit viel Feuchtigkeit auf und geben diese bei trockener Luft wieder ab und sie sind gut verarbeitbar.
Lehmputz
Der klassische Lehmputz - ist bereits über 7000 Jahre alt - besteht aus Lehm, Sand und Pflanzenfasern. Bis vor etwa 100 Jahren war der Lehmputz auch in Österreich weit verbreitet, geriet aber dann in Vergessenheit.
Erst vor wenigen Jahren wurde Lehm wegen seiner baubiologisch günstigen Wirkungen auf das Raumklima als Innenputz wieder entdeckt.
Der Lehmputz schafft durch seine Fähigkeit, große Mengen an Luftfeuchtigkeit rasch aufnehmen und abgeben zu können, ein gutes Raumklima.
Er kann auf alle üblichen Wandbaustoffe aufgebracht werden. Holzoberflächen müssen mit einem Putzträger überspannt werden.
Außenkanten, der Übergang zwischen unterschiedlichen Putzuntergründen und Wandheizungen werden mit Jutestreifen armiert. Es können auch Textilglasfasergitter und Kantenprofile verwendet werden.
Vorteile von Lehmputz:
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Lehm reguliert die Raumluftfeuchtigkeit durch sein großes Feuchtigkeitsaufnahme und -abgabevermögen ausgezeichnet.
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Lehm bindet Schadstoffe aus der Raumluft.
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Lehm wirkt weder allergieauslösend noch gibt er schädliche Radongase ab.
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Lehm weist einen geringen Energieeinsatz bei der Aufbereitung auf.
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Lehm ist sehr lange haltbar.
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Lehm konserviert organische Stoffe (z.B. Holz).
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Lehm kann leicht ausgebessert werden.
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Lehm ist zu 100 % recyclingfähig.
Verarbeitung von Einlageputzen
Folgende Schritte müssen beim Auftragen von Einlageputzen beachtet werden:
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Ansetzen von Profilen
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Putzgrund vorbehandeln
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Aufspritzen des Untergrundes
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Abziehen des Unterputzes
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Unterputz aufreißen und verreiben
Verarbeitung von Mehrlagenputzen
Folgende Schritte müssen beim Auftragen von Mehrlageputzen beachtet werden:
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Putzgrund vorbereiten
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Händisches oder maschinelles Anwerfen des Unterputzes
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Abziehen des Unterputzes
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Unterputz aufrauen
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Oberputz gleichmäßig auftragen
Standzeit für Mehrlagenputze:
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Unterputze: 14 Tage pro 1 cm Putz
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Leicht-Unterputze: 10 Tage pro 1 cm Putz
Fassaden
Allgemeines
Die Fassade eines Gebäudes hat viele Funktionen:
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Als gestalterisches Element muss die Fassade einen guten optischen Eindruck vermitteln
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Viele Jahrzehnte lang muss die Fassade Feuchtigkeit und Nässe, wie z.B. Schlagregen, abwehren und damit die Bausubstanz schützen.
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Nach außen sollte die Fassade jedoch dampfdiffusionsoffen (atmungsaktiv) sein, damit eine eingeschlossene Baufeuchte rasch austrocknen kann.
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Fassaden müssen große Temperaturschwankungen von -20° bis +60° C ohne Rissbildung bestehen.
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Mechanischen Einwirkungen, wie z.B. einem Hagelschlag, sollten Fassaden standhalten.
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Fassaden müssen winddicht sein, damit dem Haus nicht zu viel an Wärme entzogen wird.
Fassaden werden heute in vielfältiger Form gestaltet. Eine davon ist der Außenputz.
Das Verputzen von Fassaden ist aufgrund der Materialvielfalt eine eigene Wissenschaft und daher eine sehr anspruchsvolle Arbeit für spezielle Putzfirmen geworden.
Es gibt einige hundert Seiten an Verarbeitungs- und Ausführungsrichtlinien für Putzarbeiten, die von der „ÖAP“, der „Österrreichischen Arbeitsgemeinschaft Putz“, ausgearbeitet wurde.
Außenputze
Der früher auf der Baustelle selbst gemischte Kalk- Zementputz bestehend aus einem Vorspritzer, Grobputz und Feinputz hat heute nur mehr eine untergeordnete Bedeutung und wird fallweise bei Kleinbaustellen noch eingesetzt. Ansonsten kommen Systeme (Werkputzmörtel) zur Anwendung.
Der Putzgrund (siehe oben „Putzgrund“) hat maßgeblichen Einfluss auf die Auswahl des Putzmaterials und vor allem auf die Art der Vorbehandlung und Vorbereitung.
Eine Vorbehandlung des Putzuntergrundes dient dem festen und dauerhaften Verbund zwischen Putz und Putzgrund. Vorbehandlungen (Haftvermittler, Vorspritzer usw.) zählen nicht als Putzlage.
Um Bewegungen im Baukörper gerecht zu werden, sind oft funktionsgerechte Fugen herzustellen. Solche Bewegungsfugen sind zum Beispiel: Dehnfugen, Trennfugen, Anschlussfugen, Putztrennfugen, Fenster- und Türanschlüsse.
Es dürfen nur Außenputzprofile eingesetzt werden, die für den jeweils verwendeten Putzmörtel geeignet sind.
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Profile aus verzinktem Stahlblech eignen sich für: Kalkputze,
Kalk-Zementputze Zementputze
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Leichtmetallprofile eignen sich für:
kunstharzgebundene Anstriche, Putze und Spachtelmassen.
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Rostfreie Profile aus Edelstahl (NIRO): für Putze, wo mit einer permanenten Durchfeuchtung zu rechnen ist
(z.B. Sockelbereich).
Vorspritzer
Die Ausführung eines Vorspritzers ist von der Art des Putzträgers und des Putzmörtels abhängig und dann erforderlich, wenn er vom Putzhersteller für einen bestimmten Putzmörtel vorgeschrieben wird.
Bei von Hand aufgebrachten Putzen ist sehr oft ein Vorspritzer erforderlich. Wird ein Vorspritzer ausgeführt, so ist die erforderliche Standzeit bis zum Auftragen der Putzlage einzuhalten.
Grund- und Oberputz
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Der Außenputz sollte erst dann aufgebracht werden, wenn die eingebrachte Feuchtigkeit im Mauerwerk (durch Innenputz und Estriche) wieder ausgetrocknet ist.
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Der Grundputz wird unter Berücksichtigung der Verarbeitungshinweise des Putzherstellers ausgeführt.
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Nach der vorgeschriebenen Standzeit kann auf eine eventuell erforderliche Grundierung der Oberputz aufgetragen und verrieben werden.
Sockelputz
Sockelbereiche sind hohen Belastungen durch aufspritzendes Niederschlagswasser ausgesetzt und müssen daher ausreichend fest, wasserabweisend und widerstandsfähig gegen kombinierte Einwirkung von Feuchtigkeit und Frost sein. Gut geeignet sind Zement-Sockelputze, welche sehr fest, hydrophob (wasserabweisend) und daher kaum saugend sind.
Wichtig beim Sockel sind die richtige Ausführung des Putzes und die konstruktive Ausführung des Sockelbereichs.
Der Sockelputz darf keinen Kontakt zum Erdreich haben. Er muss z.B. mit Drainplatten oder einer Kiesschicht vom Erdreich getrennt werden.
Weiters muss eine wirksame Abdichtung des Sockelbereiches vorhanden sein damit aufsteigende Feuchtigkeit verhindert werden kann.
Wärmedämmputz
Wärmedämmputze bieten eine sehr gute Kombination mit porösen Hochlochziegeln. Beide sind mineralische Baustoffe und ergänzen sich ideal in ihren Eigenschaften. Die Wärmedämmung beider Materialien garantieren einen guten Wärmeschutz der Außenwand. Darüber hinaus bringen beide Baustoffe einzeln oder in Kombination weitere wichtige Eigenschaften mit, die für Außenwände unentbehrlich sind z.B. hervorragenden Brand- und Feuerschutz. Der geringe Wasserdampfdiffusionswiderstand des Wärmedämmputzes ergänzt den guten Feuchtetransport in porosierten Hochlochziegeln. Damit wird sichergestellt, dass die Feuchtigkeit schnell abgegeben wird. Weiters weisen beide Stoffe eine hohe Lebensdauer und eine gute Recyclingeignung auf.
Mit Wärmedämmputzen könne fugenlose Dämmschichten hergestellt werden, die sich allen geometrischen Formen des Putzgrundes problemlos anpassen. Durch die geringe thermischen Belastungen des Putzgrundes erhöhen Wärmedämmputze die Sicherheit von Rissbildung.
Wärmedämmputze bestehen meist aus Kalk-Zementmörtel und einem Leichtzuschlag wie z.B. expandiertes Polystyrol (EPS) oder mineralischen Leichtzuschlag (Perlite).
Dünnschichtputze
Neue Bauweisen erfordern neue Baustoffsysteme. So haben die in den letzten Jahren verstärkt auf den Markt gelangten, planebenen Putzgründen wie z.B. Planziegel u.ä. zur Entwicklung neuer Beschichtungssysteme geführt.
Dünnlagenputze sind spezielle Unterputze auf Kalk/Zement oder Gipsbasis, die, teilweise auch einschichtig, als Grund- und/oder Deckenputz ausgeführt werden können.
Die Dünnlagenputze werden in einer Putzdicke von 3-5 mm ausgeführt.
Feinputz – Oberputz
Kalk-Feinputz
Kalk-Feinputze sind diffusionsoffene, desinfizierende, mineralische Putze für Innenwände und Decken auf Kalk-Zement- und Gips-Grundputzen. Sie bestehen aus Kalk und rundkörnigem, Marmorfeinsand (0-1,5 mm).
Kalk-Zement Feinputz
Kalk-Zement Feinputze sind diffusionsoffene mineralische Deckputze für Fassaden und Innenwände auf Kalk-Zement Grundputz. Sie bestehen aus Kalk, Zement und Marmorsand (0,8 – 3 mm). Sie sind druckfester als Kalkputze.
Mineralische Edelputze
Mineralische Edelputze sind diffusionsoffene Putze für Fassaden, Innenwände und Decken. Der Edelputzeinsatz reicht vom dekorativen Feinputz für innen über strukturierbaren Deckputz bis hin zum Deckputz auf Wärmedämmsystemen.
Eigenschaften von mineralischen Edelputzen:
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Diffusionsoffen
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Gute Haftung auf mineralischen Untergründen
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Gute Verarbeitungsqualität
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Hohe Witterungsbeständigkeit
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In vielen Farben erhältlich sowie
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In unterschiedlichen Strukturen ausführbar
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Wasserabweisend
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Frostbeständig
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Kratzfest
Bestandteile:
Weißkalk, Weißzement, Marmorsand (0 – 7 mm), eventuell Kalksand und Bimssteingranulat
Struktur:
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Feinputz mit Schwammbrett, Styroporscheibe, Spachtel oder Pinsel
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Kellenwurf
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Rieselwurf
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Kratzputz
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Schlämmputz
Silikonharzputz
Geänderte klimatische Umweltbedingungen verlangen innovative Fassaden-Baustoffe. Feuchtigkeitseinwirkung durch Dauer- oder Schlagregen, chemische Reaktionen durch Schwefeldioxyd SO2-Einwirkung, biologische Angriffe, wie Algen und Pilzbefall und mechanische Einwirkungen, wie Schlagwirkung und Erosion belasten die Fassade in erhöhtem Ausmaß.
Speziell die Feuchtigkeitseinwirkung stört die Funktionsweise von Fassadenbaustoffen am empfindlichsten.
Silikonharzputze verhindern das Eindringen von Wasser durch den Wandkörper von außen nach innen.
Silikonharz hat eine ähnliche Struktur wie Quarzsand. Dieser moderne Baustoff hat eine mikroporöse Oberfläche, die extrem wasserabweisend ist. Neben der Anwendung im Neu- und Industriebau setzt man den atmungsaktiven Silikonharzputz verstärkt bei der Fassadensanierung ein. Durch die Beschichtung mit entsprechenden Putzen wird das Eindringen von Feuchtigkeit zuverlässig abgewehrt. Gleichzeitig kann der Wasserdampf ungehindert von innen nach außen durch den Putz dringen.
Silikat
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Silikat ist ein unbedenklicher Stoff.
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Einkomponentige, gebrauchsfertige Beschichtungsstoffe auf Wasserglasbasis. Die Trocknung dieser Silikatprodukte erfolgt einerseits physikalisch durch Verdunsten des Wassers und Erstarren zu festem Wasserglas, andererseits chemisch durch Umsetzung zu Kieselsäure und Kalziumsilikat infolge einer chemischen Reaktion mit der Luftkohlensäure und dem mineralischen Untergrund. Dieses Eingehen einer unlösbaren Verbindung wird als Verkieselung bezeichnet.
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Silikatputze bieten ein weitgefächertes Anwendungsgebiet und eignen sich gut für wetterbeständige Fassadenbeschichtungen.
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Silikatputze haben ein gleiches Ausdehnungsverhalten wie der mineralische Untergrund und weisen eine gute Wasserdampfdurchlässigkeit auf.
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Silikatprodukte werden auch im Denkmalschutz wegen ihrer weitgehend emissionsresistenten Eigenschaften eingesetzt.
Sisi-Putz
Sisi-Putze sind eine Kombination von Silikonen- und Silikatputze.
Kunstharz:
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Kunstharzputze trocknen rein physikalisch durch Wasserverdunstung ab.
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Ihre mineralischen Füllstoffe werden durch feste Kunstharzteilchen punktweise miteinander verbunden.
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Bei der Verbindung bleiben Poren und Kanäle für die Sorption und Diffusion von Wasserdampf frei.
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Eigenschaften wie:
leichte Verarbeitbarkeit,
hohe Farbtonbeständigkeit,
hohe Elastizität,
gute Festigkeit und optimale Haftung auf fast allen Untergründen,
erhöhte Beständigkeit gegen Risse,
Regendichtheit und
Beständigkeit gegen aggressive Umwelteinflüsse
Sanierputz
Sanierputze dienen zum Verputzen feuchter und/oder salzhaltiger Mauerwerke. Baustoffschädliche Salze werden im Putz eingelagert und somit von der Putzoberfläche ferngehalten. Eine Wasserdampfdurchlässigkeit des Putzsystems bewirkt günstige Austrocknungsbedingungen für das Mauerwerk. Dazu werden spezielle Mischungen aus Werktrockenmörtel hergestellt. Das ergibt Putze mit hoher Porosität und Wasserdampfdurchlässigkeit bei gleichzeitig erheblich verminderter kapillarer Leitfähigkeit. Ihre Funktionssicherheit hängt entscheidend von der Homogenität der Mörtel ab.
Sanierputzsysteme bestehen aus:
1. Untergrundvorbereitung Schadhaften Putz abschlagen, Putzgrund trocken reinigen und Mauerwerk abtrocknen lassen
2. Untergrund vorbehandeln Steinausbrüche mit Grundputz stopfen, danach die Oberfläche aufrauen
3. Sanier-Vorspritzmörtel Vorspritzer aufbringen und vor rascher Austrocknung schützen
4. Sanierputz Sanierputz auftragen und für jeden cm Putzstärke eine Woche stehen lassen
5. Sanier-Deckputz Deckputz aufbringen und mind. 4 Wochen stehen lassen
6. Anstrich Silikat-Anstrich anbringen.