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Glas (Fenster)

bzw. Fensterglas besteht aus:          ca. 70% Quarzsand (SiO2)

                                                          5-12 % Kalkstein als Stabilisator

                                                          11-16 % Soda als Flussmittel

                                                          bis 5 Bauglas % Magnesiumoxid.

Zusätze von Metallverbindungen verändern Farbe und Durchsichtigkeit der Gläser.

 

Die Formgebung erfolgt nach dem Erhitzen durch             Ziehen,

                                                                                            Gießen,

                                                                                            Pressen oder

                                                                                            Walzen.

 

Generell wird bei Glaserzeugnissen unterschieden in Flachglas (Fensterglas, Gussgläser) und Hohlglas (Glasbausteine).

Qualitätsmerkmale

Lichtdurchlässigkeit TL (%)

Durchlässigkeit des sichtbaren Lichtes in Bezug auf die Hellempfindlichkeit des menschlichen Auges.

 

 

Lichtreflexion RL (%)

Angaben der sichtbaren Reflexion (Spiegelung) nach außen in %.

Normalglas ca. 15%,

beschichtete Gläser bis zu 55%.

Die Lichtreflexion ist eine Angabe für den Spiegeleffekt und Durchsichtigkeit.

 

 

Allgemeine Farbwiedergabe Ra (%)

Nach einer Skala aus DIN 6169 wird die Farbwiedergabe annähernd in % bewertet (>90 = sehr gut).

 

 

UV-Durchlässigkeit Tuv (%)

Die Durchlässigkeit ist bei Normalglas minimal.

 

 

Gesamtenergie-Durchlässigkeit g (%)

Der g-Wert gibt an, wieviel Prozent der Sonnenenergie, die von außen auf die Glasscheibe scheint, durch die Verglasung in den Wohnraum gelangt.

U-Wert der Verglasung Ug (W/m²K)

Der Ug-Wert von modernen 2-Scheiben-Wärmeschutzverglasungen ist etwa 3 Mal besser als bei den alten, aufklappbaren Verbundfenstern. Bewirkt wird diese Verbesserung durch eine hauchdünne Metallbeschichtung am Glas und eine Edelgasfüllung zwischen den beiden Glasscheiben aus Argon und/oder Krypton.

Bei 3-Scheiben-Wärmeschutzverglasung wird der Ug-Wert nochmals halbiert. Je nach Ug-Wert der Verglasung ergeben sich behagliche oder unbehagliche Oberflächentemperaturen an den Glasscheiben im Haus.

Je kleiner die Temperaturdifferenz zwischen Raumluft und Glasoberfläche wird, umso behaglicher wird es dann im Raum. Das ist wichtig, wenn große Glasflächen vorhanden sind.

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Glasbearbeitung

Schneiden

Durch ein geeignetes Schneidewerkzeug (Diamantschneider, Stahlrädchen) wird das Glas vorgeritzt und entlang der Ritzfurche geteilt.

 

Kantenbearbeitung

Die Schnittkante eines Glases ist rau und soll, wenn sie frei bleibt, weiterbearbeitet werden.

  • Gesäumte Kante: Es werden nur die scharfen Kanten der Schnittfläche gebrochen.

  • Geschliffene Kante: Die gesamten Kanten werden angeschliffen.

  • Polierte Kanten: Die Kante ist klar wie die übrigen Flächen des Glases.

  • Facettierung: Schräges Anschleifen und Polieren von Kanten (15-40°).

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Fensterglas

Fensterglas wird heute nach dem Floatverfahren hergestellt.

Das dickflüssige, spezifisch leichtere Glas breitet sich schwimmend auf einem Metallbad aus und wird am Badende mittels Rollen weiterbefördert, wobei es vorsichtig abgekühlt und entspannt wird. Die Oberflächen des Endproduktes sind daher vollständig planparallel und feuerpoliert. Es entsteht ein Spiegelglas-Qualität ohne nachfolgendes Schleifen der Oberflächen.

 

 

Güte A: Nur kleine, unauffällige Fehler im Betrachtungsbereich, keine wahrnehmbaren Wellen und Schlieren. Nur vereinzelte Blasen und Kratzer.

 

Güte B: Bauglas, Fehler in größerer Anzahl und auffälliger Form.

 

 

Sondergläser

  • Spiegelglas: Floatglas, auch farbig, mit oder ohne Drahteinlage mit verzerrungsfreier Durchsicht und Reflexion.

  • Mattglas: Fensterglas durch Sandstrahl aufgeraut oder durch Flusssäure angeätzt (säuremattiert).

  • Eisblumenglas: Sandstahlmattierte Gläser werden mit Leim angestrichen und getrocknet. Dabei reißen kleine Glasmuscheln aus der Oberfläche.

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Bild: Float Verfahren

https://bit.ly/3rUcFJo

Gussglas

Hergestellt durch Gießen und Walzen im Fließbandverfahren, wobei dem Glas beim Walzen eine Prägung der Oberfläche verpasst wird. Durch Einführung einer Drahteinlage in die zähflüssige Glasmasse wird Drahtglas erzeugt.

  • Rohgussglas

  • Ornamentglas

  • Drahtglas

  • Spiegelglas (Gussglas geschliffen und poliert)

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Einscheiben-Sicherheitsglas

Durch Sicherheitsgläser soll die Verletzungsgefahr durch Splitter verringert und die Zerstörung der Scheibe erschwert werden. Sicherheitsgläser sind vorgeschrieben bei allen Verglasungen über Erdgeschoß unterhalb der Parapetthöhe, bei allen Schrägverglasungen, Glasdecken und Fassadenverkleidungen, sowie für Eingangstüren öffentlicher Gebäude, Nurglastüren usw.

 

Die Herstellung erfolgt durch Erhitzen des Glases auf ca. 600° C und rasches Abkühlen (Abschrecken) mittels Luftgebläse. Durch die so entstandenen Spannungen zwischen der raschen abkühlenden Oberfläche und dem langsamer abkühlenden Kern entsteht eine Vorspannung, welche die Biegefestigkeit erhöht. Beim Bruch werden die Spannungsverhältnisse aufgehoben und das Glas zerfällt in splitterfreie Krümel.

 

In vorgespanntem Glas sind keine nachtäglichen Bearbeitungen möglich. Zuschnitt, Bohrungen, Kantenbearbeitung usw. müssen vor der Vorspannung erfolgen.

 

ESG ist als Floatglas und als Gussglas blank, farbig, getönt und in vielen Glasdesigns lieferbar und mit jedem andern Glas zu Isolierglaselementen kombinierbar.

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Mehrscheiben-Verbund-Sicherheitsglas (VSG)

Durch den Verbund von zwei oder mehreren Fensterglas- oder Spiegelglasscheiben mittels klarsichtiger Kunststoffe (Polyvinylbutyrol PVB) haften die Splitter bei Zerstörung an der Zwischenschicht. Je nach Anzahl und Dicke der einzelnen Gläser können einbruch- und durchschusshemmende Verglasungen erzeugt werden.

VSG ist mit jedem anderen Glas zu Isolierglaselementen kombinierbar. Mehrscheiben-Sicherheitsgläser ab 26 mm Dicke werden als Panzerglas bezeichnet.

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Isolierglas

Mehrscheiben-Isolierglas ist ein Element aus zwei oder mehr gleich- oder ungleichartigen Glastafeln, bei dem der Abstand zwischen den Scheiben durch Stege oder Schweißnähte am Rand gewährleistet ist.

Diese Einheit kann aus unterschiedlichen Glasarten, Glasdicken, Scheibenzwischenräumen und Hohlraumfüllungen bestehen, die einzelnen Scheiben können vorgespannt, durchgefärbt, oxidbeschichtet sowie metallbedampft sein. Der Scheibenzwischenraum ist gegen die Außenluft dicht abgeschlossen und mit trockener Luft bzw. Spezialgas (Argon, Krypton) gefüllt.

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2-Scheiben-Wärmeschutzverglasung

Die 2-Scheiben-Wärmeschutzverglasung mit aufgedampfter Metallbeschichtung und Edelgasfüllung hat sich heute als Standardverglasung durchgesetzt.

 

Je nach Aufbau der Verglasung, Abstandhalter (Alu, Edelstahl oder Kunststoff), Breite des Zwischenraums und der Edelgasfüllung (Argon oder Krypton) werden die Ug-, g- und dB-Werte (Schallschutz) bestimmt.

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3-Scheiben-Wärmeschutzverglasung

Der Einsatz von 3-Scheiben-Wärmeschutzverglasung, mit Edelgasfüllung und zwei Beschichtungen ist bei einem Passivhaus Bedingung.

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Schutzverglasung

Bei Schutzverglasung wird zwischen Personenschutz und Objektschutz unterschieden.

 

Personenschutz: Verminderung von Verletzungsgefahr für Personen durch Splitter. Durch ESG oder VSG.

 

Objektschutz:             Durchwurfhemmende Verglasung (A1, A2, A3, DH4)

                                    Durchbruchhemmende Verglasung (B1, B2, B3)

                                    Durchschusshemmende Verglasung (C1-C5)

                                    Sprengwirkungshemmende Verglasung (D1-D3)

Brandschutzglas

Brandschutzverglasungen bestehen aus klarem Floatglas und dazwischen aus unsichtbaren Brandschutzschichten, Im Brandfall zerspringt das erste Glas und die Brandschutzschicht schäumt auf, wenn sie 120° C erreicht. Durch das Aufschäumen wird die dahinterliegende Glasscheibe einige Zeit geschützt, bis sie durch die Hitze doch zerspringt usw.

Die ÖNORM sieht zwei Brandschutzklassen bei Glas vor, und zwar die Klassen G und F.

Die Klasse G gibt an, wie lange weder Flammen noch Rauch durch die Verglasung schlagen dürfen. Wärmeabstrahlungen auf der brandabgewandten Seite bleiben dabei außer Betracht.

Die Klasse F erfüllt auch die Bedingung, dass sich die Oberfläche der brandabgewandten Seite des Glases um nicht mehr als 140° K im Mittel über Raumtemperatur erwärmen darf.

Schallschutz

Brandschutzverglasungen bestehen aus klarem Floatglas und dazwischen aus unsichtbaren Brandschutzschichten, Im Brandfall zerspringt das erste Glas und die Brandschutzschicht schäumt auf, wenn sie 120° C erreicht. Durch das Aufschäumen wird die dahinterliegende Glasscheibe einige Zeit geschützt, bis sie durch die Hitze doch zerspringt usw.

Die ÖNORM sieht zwei Brandschutzklassen bei Glas vor, und zwar die Klassen G und F.

Die Klasse G gibt an, wie lange weder Flammen noch Rauch durch die Verglasung schlagen dürfen. Wärmeabstrahlungen auf der brandabgewandten Seite bleiben dabei außer Betracht.

Die Klasse F erfüllt auch die Bedingung, dass sich die Oberfläche der brandabgewandten Seite des Glases um nicht mehr als 140° K im Mittel über Raumtemperatur erwärmen darf.

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© Florian Fabsits, BEd MA

Abbildung: Zusammenhang Rohstoffe, Werkstoffe, Hilfsstoffe

Brandschutzverglasungen bestehen aus klarem Floatglas und dazwischen aus unsichtbaren Brandschutzschichten, Im Brandfall zerspringt das erste Glas und die Brandschutzschicht schäumt auf, wenn sie 120° C erreicht. Durch das Aufschäumen wird die dahinterliegende Glasscheibe einige Zeit geschützt, bis sie durch die Hitze doch zerspringt usw.

Die ÖNORM sieht zwei Brandschutzklassen bei Glas vor, und zwar die Klassen G und F.

Die Klasse G gibt an, wie lange weder Flammen noch Rauch durch die Verglasung schlagen dürfen. Wärmeabstrahlungen auf der brandabgewandten Seite bleiben dabei außer Betracht.

Die Klasse F erfüllt auch die Bedingung, dass sich die Oberfläche der brandabgewandten Seite des Glases um nicht mehr als 140° K im Mittel über Raumtemperatur erwärmen darf.

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