
VerKaufsPraktikum
Die Inhalte dieser Homepage sind ausschließlich für den Unterricht an der LBS Hartberg gedacht!
Türen
Innentüren
Glatte Türen
Sperrtürblätter, Vollbautüren lt. ÖNORM B5530
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Glatte Türen bestehen aus einem (Blind-) Rahmen 60 mm breit (untere Rahmenfries 80 mm),
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der Füllung und
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den Deckplatten.
Die Türdicke beträgt 39 ± 1 mm. Die Kanten des Türblattes können durch massive Einleimer (Deckplatte greift über), verdeckte Anleimer (Deckfunier greift über) oder Anleimer (Deckplatte bzw. Deckfunier stößt an) ausgebildet werden.
An der unteren Querseite wird kein An- oder Einleimer gesetzt, da das Türblatt hier abgelängt wird.

Glatte Türen mit Hohlraumfüllung:
Diese Art wird vorwiegend bei Zwischenraumtüren eingesetzt. Auf Grund ihrer leichten Bauweise sind sie leicht handhabbar. Es kommt zu einem geringen Verschleiß der Beschläge, und sie sind kostengünstig.
Die Hohlraumfüllung kann eine Karton-Wabenfüllung oder eine Füllung mit streifiger Einlage sein. Die Karton-Wabenfüllung ist erprobt und hat sich bestens bewährt.
Glatte Türen mit Röhrenspan-Einlage:
Bei dieser Bauart werden Röhrenspanplatten als vollflächige Einlage verwendet. Die Türen sind schwerer als Wabentüren, sind mechanisch stärker belastbar und bieten einen höheren Anwendungskomfort. Sie werden meist dort eingesetzt, wo ein höherer Schallschutz bei Zwischenraumtüren erwünscht wird.
Glatte Türen mit Sonderfüllung:
Bei höheren Anforderungen hinsichtlich Brand-, Einbruch- und Schallschutz erhalten Türen an Stelle der Röhrenspan-Einlage eine schichtweise aufgebaute Sonderfüllung.

Bild: Tür mit Wabenfüllung

Bild: Tür mit Röhrenspan Füllung
Rahmentüren
Diese Türen werden in der traditionellen Rahmenbauweise gefertigt, die sich aus der Wuchsdimension des Baumes ergeben hat.
Bei der stabverleimten Rahmentür weist die Sichtfläche ein stabartiges Holzbild auf. Im Vergleich zu Massivholztür schneidet die stabverleimte Rahmentür hinsichtlich der Rissstabilität und des Verziehens besser ab, jedoch schlechter als die schichtverleimte Tür.

Bild:Rahmentür
Stahltüren
Konstruktiv unterscheiden sich Metalltüren kaum von Holztüren, ihre Vorteile liegen jedoch in der größeren Widerstandsfähigkeit gegen mechanische Beanspruchung, ihrem größeren Gewicht (Schallschutz) und ihrer Unbrennbarkeit.
Sie sind überall verwendbar, wie z. B. Kellerräume, Stiegenhäuser, Abstellräume etc.

Bild: Stahltür
Nurglastüren
Nurglastüren werden selbsttragend ohne Rahmen eingebaut. Sie bestehen aus Sicherheitsglas (ESG oder VSG) und können als Dreh-, Pendel- und Schiebetür ausgebildet werden. Aufhänger, Bänder sowie der Schlosskasten werden durch das Glas geschraubt. (Die Löcher sind vor dem Härten des Glases zu bohren.) Die Türen werden entweder an Zargen oder an feststehenden Glasteilen angeschlossen.

Bild: Nurglastür
Brandschutztüren
Brandschutztüren lt. ÖNORM B 3850 können aus Holz und Stahl hergestellt werden. Stahltüren sind doppelwandig auszuführen mit Dämmstoffeinlage, die Bleche je Seite müssen ungeteilt sein. Die EI2 30 – EI2 90 sind selbstschließend auszuführen. Eine Verglasung ist erlaubt wenn diese die Brandschutzklasse F30 -F90 erreicht. Das Schloss muss einen Schmelzpunkt von über 660°C aufweisen.
Maße: Durchgangslichte: 700 x 804
800 x 1204 Öl- Lagerluke
800 x 1850
800 x 2000
850 x 2000
900 x 2000
1000 x 2000

Bild: Brandschutztür
Hauseingangstüren
Hauseingangstüren werden in zahlreichen Variationen aus Aluminium, Holz und Kunststoff, mit und ohne eingebauten Verglasungen, aus massiven, zum Teil gut wärmegedämmten Türblättern in Sandwichkonstruktion, mit stabilen Rahmen und hochfesten Beschlägen aus Stahl gefertigt.
Neben den Energiesparmaßnahmen wird insbesondere der Einbruchschutz bei Hauseingangstüren groß geschrieben. Es gibt integrierte, bereits im Werk eingebaute Sicherheitssysteme und nachträgliche Zusatzausrüstungen.
Hauseingangstüren aus Aluminium:
Aluminium als hoch belastbares Leichtmetall mit besten Gestaltungsmöglichkeiten eignet sich hervorragend als Werkstoff für hochwertige Hauseingangstüren.
Vorteile:
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Stabilität durch großzügig bemessene Profile
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3-Kammer-System mit massiven Eckwinkeln
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Glasfaserverstärkte Polyamidstege zur thermischen Trennung
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Optimale Wärmedämmung durch einen geschäumten Isolierkern
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Hoher Schallschutz
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Leichte Wartung durch 3-dimensional verstellbare Haustürdrehbänder
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Aushebsicherung durch dreifache Bolzensicherung
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Fünffachverriegelung, 1 Hauptriegel, 2 Schwenkbügel und 2 Stahlbolzen
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Drei umlaufende Dichtungen für besten Schall- und Wärmeschutz
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Korrosionsbeständiges Alu
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Pflegeleichte, dauerhafte Pulverbeschichtung
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Oberfläche in allen Farben
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Vielfältige Formgebung
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Abgerundete Profile, elegant und pflegeleicht
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Vielzahl von Zierfüllungen und Sprossen
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Formschöne 3-Kammer-Bodenschwelle mit thermischer Trennung und 3 Dichtungen verhindern Wärmebrücken.
Holz-Hauseingangstüren
Holzeingangstüren aus Holz werden aus Fichte, Oregon, kanadischer Kiefer oder Lärche in vielen Variationen angeboten, wobei massive Holztüren aus vollem Holz keinen Vergleich zu scheuen brauchen.
Der Rahmen wird üblicherweise aus mehrschichtig verleimten Massivhölzern in schwerer solider Ausführung hergestellt. Die Eckverbindungen bestehen meist aus einer stabilen Schlitz/Zapfen-Verbindung.
Türfüllungen werden üblicherweise in der Verbundtechnik hergestellt. Zwischen zwei massiven Beplankungen aus mehrschichtig verleimten Vollholzplatten, die profiliert, fischgrätartig gefräst oder mit Steinplatten, wie z.B. Granit, belegt sind, werden dicke Wärmedämm-Einlagen aus Weichholz-Faserdämmplatten eingelegt. Diese bieten nicht nur eine optimale Wärmedämmung, sondern auch einen guten Schallschutz. Wichtig sind zwei ausreichend dimensionierte Dampfbremsen, damit es zu keiner schädlichen Kondensation in der Tür kommt. Außerdem ist ein eingebauter Antiverzugsbeschlag zu beachten.
Die Schwelle sollte entweder aus isolierten Alu-Profilen mit zwei Dichtungen oder aus massivem Holz, das mit Trittleisten aus Alu geschützt wird, gebildet werden. Jedenfalls sollte berücksichtigt werden, dass eine Verwendung für Neubau und Renovierung gegeben ist. Wie bei den Fenstern hat sich auch bei den Hauseingangstüren der Einsatz eines Blindstockes zur sauberen und fachgerechten Montage, ohne Beschädigung der Tür, bewährt.
Einbruchhemmende Türen werden in sechs Widerstandsklassen eingeteilt, wobei bei der Prüfung ein Einbruchsversuch mit definierten Werkzeugen durchgeführt wird.

Bild: Eingangstür

Bild: Aluminiumtür

Bild: Holztür

Mehrscheiben-Verbund-Sicherheitsglas (VSG)
Fertigtür-System – direkt auf dem Mauerwerk
Bei Fertigtür-Systemen wird die Einheit „Tür und Zarge“ gleichzeitig direkt auf das Mauerwerk montiert. Tür und Zarge bilden eine Einheit und werden rasch und unkompliziert von einem Profi montiert, der für die fachgerechte Ausführung die alleinige Verantwortung trägt. Es ist eine saubere und kostengünstige Möglichkeit, da der Einbau eines Blindstockes nicht notwendig ist.
Fertigtür-System über der Stahlzarge oder dem Holzstock
Hier wird die Fertigholzzarge auf eine Stahlzarge oder auf einen vorhandenen Holzstock montiert. Dieses System kommt vor allem bei Renovierungen zum Tragen, wo die Stahlzarge bzw. der Holzstock bereits vorhanden ist.
Stahlzargen-System
Obwohl nicht als wohnlich anzusehen, sind Stahlzargen für Räume mit hoher Luftfeuchtigkeit, wie Waschküche oder Erdkeller, eine bewährte Lösung. Denn die Stahlzarge ist robust, feuchtigkeitsbeständig und langlebig. Da die Zarge und die Tür nicht gleichzeitig und nicht vom gleichen Profi montiert werden, können sich die zwei Zuständigkeitsbereiche von Maurer und Türen-Monteur bei Reklamationen nachteilig auswirken.
Das Holzstock-System
Aufgrund des komplizierten Einbau-Ablaufs ist diese relativ teure Variante heute bereits überholt. Der Holzstock wird bereits in der Rohbauphase eingepasst und ist so allfälligen Beschädigungen ausgesetzt.
Das Blindstockfutter-System
Diese aufwendige und zeitraubende Variante erfordert in der Rohbauphase die Montage eines Blindstockes, der vom Handwerker individuell gefertigt werden muss. Das System ist aufgrund der notwendigen Vorarbeiten und der komplizierten Montage relativ teuer.
„Links oder Rechts“?
Vergessen Sie nicht, die Anschlagseite Ihrer Türen vorzumerken! Entnehmen Sie Ihrem Gebäudeplan, welche Anschlagseite für die Tür vorgesehen ist. Man spricht von einer „rechten Tür“, wenn die Bänder rechts sichtbar sind und von einer „linken Tür“, wenn die Bänder links sichtbar sind. So gibt es keine Verwechslungen.
Montagefreundlichkeit
Die Montage wird dann erleichtert, wenn sich die Türen um einige cm kürzen lassen, ohne dass das „Innenleben“ zum Vorschein kommt, wie dies bei minderwertigen Türen der Fall ist. Qualitätstüren schließen an der Unterkannte mit 28 mm Massivholz plus 60 mm Holzwerkstoff ab, sodass sie sich bis zu ca. 60 mm kürzen lassen. Der Abstand zwischen Boden und Tür sollte mindestens 5 bis maximal 8 mm betragen.
Schließverhalten
Das Schließverhalten resultiert aus dem Stehvermögen einer Tür (kein Verziehen und gerade), aus der maßgenauen Abstimmung von Tür und Zarge, der Qualität des Schlosses sowie aus der Form, dem Sitz und der Dauerhaftigkeit der Dichtungen im Falz.
Bauphysikalische Eigenschaften
Eine Tür mit guten bauphysikalischen Eigenschaften ist widerstandsfähig gegen Klimaeinflüsse, verzieht sich nicht und besitzt gute Wärme- und Schalldämmwerte.
Zarge
Um einen einfachen und sauberen Einbau der Zargen sicher zu stellen, sollte beim Kauf auf folgende Punkte achten:
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Die Zarge sollte mit einer Hobelnase ausgestattet sein, um etwaige Wandunebenheiten problemlos ausgleichen zu können.
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Die Zargenverkleidung sollte 75 mm breit sein, damit sich Maßungenauigkeiten im Mauerloch ausgleichen lassen.
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Lässt sich die Zarge in der Wandstärke verstellen, dann kann sie den unterschiedlichen Mauerstärken haargenau angepasst werden.

Bild: Links/Rechts
Richtiges Maß nehmen
Wie berechnet man die Mauerlichte?
Beim Einbau des Türelements direkt in die Mauer (ohne Blindstock) ergeben sich folgende Formeln zu Berechnung der Mauerlichte:
Mauerlichte für Zwischenraumtüren:
Durchgangsbreite (Stocklichte) + 8 cm
Durchgangshöhe (Stocklichte) + 4 cm
Mauerlichte für Abschlusstüren:
Durchgangsbreite (Stocklichte) + 13 cm
Durchgangshöhe (Stocklichte) + 6 – 6,5 cm
Die Höhe der Maueröffnung ist vom Niveau
des fertigen Fußbodens zu messen.

Der optimale Zeitpunkt
Der optimale Zeitpunkt zur Auswahl des Einbausystems ist am Beginn der Rohbauphase. Schließlich müssen die Maueröffnungen für die ausgewählten Zarten in Breite und Höhe, ohne Überschreitung der Toleranzbereiche, vorbereitet werden.
Das ausschlaggebende Maß für den Maurer ist die Mauerlichte, das ist die Wandöffnung, worin das Fertig-Türelement (die Zarge und die Tür) später eingesetzt wird. Im Bauplan hingegen ist die fertige Stocklichte (Durchgangslichte) eingetragen.
Warum ist es so wichtig, im Vorhinein das Einbausystem der Türen festzulegen?
Es ist darum wichtig, weil sich je nach Einbausystem ein unterschiedliches Maß für die Mauerlichte ergibt. Zargen gleichen zwar durch ihre Verkleidungsbreite von 75 mm Ungenauigkeiten um mehrere Zentimeter aus, aber dennoch können bei größeren Ungenauigkeiten Nachteile entstehen.
Aufgrund des vermehrten Schaumverbrauchs und des erhöhten Zeitaufwandes für ein exaktes Versetzen und Festkeilen entstehen eventuelle Mehrkosten, die im Vorhinein vermieden werden können.
© Florian Fabsits, BEd MA
Bild: Glas
Abbildung: Zusammenhang Rohstoffe, Werkstoffe, Hilfsstoffe
Brandschutzverglasungen bestehen aus klarem Floatglas und dazwischen aus unsichtbaren Brandschutzschichten, Im Brandfall zerspringt das erste Glas und die Brandschutzschicht schäumt auf, wenn sie 120° C erreicht. Durch das Aufschäumen wird die dahinterliegende Glasscheibe einige Zeit geschützt, bis sie durch die Hitze doch zerspringt usw.
Die ÖNORM sieht zwei Brandschutzklassen bei Glas vor, und zwar die Klassen G und F.
Die Klasse G gibt an, wie lange weder Flammen noch Rauch durch die Verglasung schlagen dürfen. Wärmeabstrahlungen auf der brandabgewandten Seite bleiben dabei außer Betracht.
Die Klasse F erfüllt auch die Bedingung, dass sich die Oberfläche der brandabgewandten Seite des Glases um nicht mehr als 140° K im Mittel über Raumtemperatur erwärmen darf.